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Handy-Wasserschaden beheben: Was tun, wenn das Smartphone baden geht? FAQ, Tipps & Anleitungen

Diese 10 Tipps sind kein Griff ins Klo: Rettet euer Handy so (vielleicht) vor dem Ertrinken!

Das Smartphone überallhin mitzunehmen, kann auch Gefahren bergen. Einmal nicht aufgepasst, schon ist das iPhone ins Klo gefallen − aber aber ins Waschbecken. Beim laufenden Wasserhahn, versteht sich. Diverse Berichte von Stürzen in die Toilette oder sommerlichen Badeaktionen im See sind auch keine Seltenheit. Schon ist guter Rat teuer, denn ein Handy-Wasserschaden sollte schnell behoben werden.

Diese Handys sind vor Wasser geschützt

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Handy ins Klo gefallen? Tipps zum Trockenlegen eures Smartphones

Was könnt ihr also konkret tun, wenn es zu einem Handy-Wasserschaden kommt? Und wie lässt sich ein Defekt von vornherein vermeiden? Hier sind  10 Tipps , die hoffentlich für trockene Akkus und leuchtende Displays sorgen und den Handy-Wasserschaden reparieren.

Smartphone mit Wasserschaden - wie kann ich das Handy retten?

Tipp 1: Einige Modelle schon von Werk aus vor einem Handy-Wasserschaden geschützt

Einige Hersteller werben damit, wasserdichte Smartphones anzubieten. Achtung: Spritzwassergeschützt ist etwas anderes als wasserdicht. Während spritzwassergeschützte Modelle auch mal den einen oder anderen Spritzer am See abbekommen dürfen, vertragen wasserdichte Geräte auch den Tauchgang. Allerdings nur bis zu einer bestimmten Tiefe und nicht auf Dauer. Außerdem muss das Gehäuse des Smartphones unbeschädigt sein, damit das Wasser auch da bleibt, wo es hingehört: Nämlich draußen.

Achtet beim Kauf darauf, dass das Handy nach Norm geprüft wurde und deshalb entsprechende Richtlinien erfüllt. Vergeben wird die sogenannte IP-Schutzklasse, wobei »IP« für International Protection Marking steht. Die erste Ziffer gibt den Schutz vor Staub (0-6) an, die zweite Ziffer den Schutz vor Wasser (0-8). Meist kommt dabei die Ziffernkombination IP67 zustande, was neben der Staubdichte ein Eintauchen für maximal 30 Minuten in 1 Meter Tiefe bedeutet.

Hier ein kurzer Überblick aktueller wassergeschützter Handys:

  • Samsung Galaxy S5: nach der Norm IP67 staub- und wasserdicht
  • Samsung Galaxy S5 mini: nach der Norm IP67 staub- und wassergeschützt
  • Samsung Galaxy S4 Active: nach der Norm IP67 staub- und wassergeschützt
  • Sony Xperia Z3: nach den Normen IP65 und IP68 gegen Strahlwasser und dauerhaftes Untertauchen geschützt
  • Caterpillar Cat B25 / B50: die Outdoor-Handys sind ebenfalls nach IP67 gegen Staub und Untertauchen geschützt
  • HTC Desire Eye: staub- und wassergeschützt nach IP67
  • Huawei Honor 3: erfüllt die Norm IP57, ist also weitestgehend staubgeschützt und wasserdicht

Beachtet aber bitte, dass die meisten Angaben Herstellerangaben sind, wobei die Schutzklassen selbst festgelegt werden. Meist sind Anschlussbuchsen die Achillesferse, nicht die eigentliche Verarbeitung der Geräte.

Tipp 2: Mit wasserdichtem Case gegen Handy-Wasserschäden

Da weder das iPhone, noch das Samsung Galaxy S6 und viele andere Modelle die IP-Normen erfüllen, könnt ihr auch mit einer entsprechenden Hülle vorsorgen. Diese gibt es z.B. bei Amazon. Praktisch: Am Strand oder am See könnt ihr damit auch unter Wasser Fotos schießen. Achtet auf den Zusatz »Geschützt nach IP-X8« in der Artikelbeschreibung – die 8 zeigt dabei, dass das Case auch bei dauerhaftem Untertauchen dicht bleibt.

Wir müssen wohl nicht erwähnen, dass die Hülle sorgfältig verschlossen und unbeschädigt sein sollte, um das Eindringen von Wasser auszuschließen 😉

Tipp 3: Abschalten und Daten retten!

All die guten Vorsorge-Tipp nützen nichts, wenn es dann doch zum Schlimmsten kommt: Das Smartphone ist pitschenass. Jetzt hilft nur: Ruhe bewahren. Vor allem solltet ihr das Handy keinesfalls einschalten, sonst kann es zu einem Kurzschluss kommen. Zum Trocknen entnehmt ihr den Akku und entfernt Hülle oder Case, falls ihr euer Handy darin aufbewahrt.

Entfernt außerdem vorsichtig die SIM-Karte und, falls vorhanden, die externe Speicherkarte. Sollte das Smartphone nicht zu retten sein, behaltet ihr so zumindest eure Daten.

Beim Trocknen ist Geduld angesagt. Am besten legt ihr das Handy auf ein trockenes Tuch und lasst euch Zeit. Am besten geht’s, wenn ihr das Handy vorsichtig bewegt, um Wassertropfen herauslaufen zu lassen. Übertreibt es nicht: Schütteln oder allzu ruckartige Bewegungen können das Wasser nur noch weiter verteilen. Tropfen fangt ihr mit einem Abtrocken-Tuch, mit Küchen-Krepp oder einem Taschentuch auf. Falls möglich, solltet ihr alle Kleinteile entfernen und trocknen – also z.B. Akku, SIM-Karte und Speicherkarte.

Tipp 4: Keine Experimente, bitte!

Klar, so ein Backofen ist schön warm. Trotzdem solltet ihr euer Handy lieber in Ruhe trocknen lassen. Der Backofen oder die Mikrowelle sind keine geeigneten Orte für die empfindliche Elektronik. Auch einen Fön solltet ihr besser nicht verwenden. Grund: Ein Handy verträgt keine hohen Temperaturen, bei rund 40 Grad Celsius ist meistens schon Schluss. Deshalb sind auch Orte mit direkter Sonneneinstrahlung, ein Platz auf der Heizung oder direkt vor dem Kamin tabu.

Handy-Wasserschaden reparieren: So kann's klappen!

Tipp 5: Luftgetrocknet – und zwar mit viel Geduld

Für das Handy ist der Klassiker am besten geeignet: An der Luft trocknen. Und zwar möglichst lange, denn bei Betrieb nach einem Smartphone-Wasserschaden darf sich kein winziges Tröpfchen Wasser mehr im Gerät befinden. Ihr solltet also mindestens 48, besser sogar 72 Stunden oder noch länger warten, bevor ihr das Handy wieder startet. Eure Nerven schont ihr damit nicht, aber das Handy wird es euch danken.

Falls das Handy nach dem Trocknen nicht eingeschaltet werden kann, gibt es weitere Möglichkeiten:

Tipp 6: Erste-Hilfe-Kits anwenden

Erste-Hilfe-Sets für den Ernstfall helfen beim Trockenlegen des Handys. Die Kits sind für unter 15 € erhältlich, z.B. bei Amazon. Und sie scheinen bei einer Bewertung mit 5 von 5 Sternen auch zum gewünschten Erfolg zu führen. Die FirstDryKits lassen sich aufgrund des geringen Produktgewichts und der schmalen Maße auch überall verstauen und beispielsweise mit in den Urlaub nehmen. Funktioniert natürlich nicht nur mit Handys sondern auch mit anderen technischen Geräten wie Digitalkameras oder MP3-Playern.

Tipp 7: Geheimtipp? Handy Wasserschaden mit Reis behandeln

Ob das wohl klappt? Zumindest scheiden sich die Geister daran. Der trockene Reis soll das Wasser aus dem Smartphone ziehen und selbst aufnehmen. Angeblich hat es in einigen Fällen schon geklappt, andere raten jedoch davon ab. Der Tipp ist also mit Vorsicht zu genießen. Andererseits: Mehr kaputt gehen kann ja eigentlich nicht, oder?

Nutzt am besten eine Plastiktüte, die ihr gut mit Reis füllt. Anschließend kommt das Handy mit in die Tüte, sodass dieses gut mit Reis bedeckt ist. Zuletzt den Beutel ordentlich verschließen und erneut abwarten. Ob es klappt, können wir leider nicht beurteilen. Falls ihr es schon ausprobiert habt: War die Reis-Methode erfolgreich?

Tipp 8: Expertentipp(!): Sorgfältig reinigen & Akku austauschen

Möglicherweise ist auch nur der Akku beschädigt. Bevor ihr euer Handy ganz entsorgt, solltet ihr einen Ersatz-Akku ausprobieren. Das funktioniert natürlich nur, wenn der entfernt werden kann. In vielen Smartphones ist dieser ja leider immer häufiger fest verbaut, z.B. beim iPhone. Apropos iPhone: Beim iPhone Wasserschaden sieht es ein wenig komplizierter aus, schließlich ist nicht nur der Akku fest eingebaut, auch das iPhone selbst ist gut verschraubt. Das selbstständige Öffnen bringt die Garantie zum Erlöschen. Das Trocknen des iPhones ist somit um einiges schwieriger. Die Meldung »Error 53« beim iPhone kann übrigens ein Hinweis auf einen Wasserschaden sein.

Ein Tipp für geschickte Profis wäre noch das Reinigen der Platine. Dazu vorsichtig die Kabel trennen, die mit der Platine verbunden sind (Lautsprecher, Display). Die Platine legt ihr dann in wasserlöslichen Alkohol (Isopropanol). Und zwar für mindestens 48 Stunden, zwischendurch solltet ihr den Alkohol mindestens einmal auswechseln und die Platine möglichst drehen. Im Anschluss daran die Platine sorgfältig an der Luft trocknen lassen, sodass der Alkohol samt des gelösten Wassers verdunstet. Zuletzt setzt ihr das Handy wieder zusammen und versucht erneut euer Glück.

Tipp 9: Handy-Wasserschaden – ein Garantiefall?

Alle Versuche waren erfolglos? Wer hofft, Garantie- oder Gewährleistungsansprüche bei einem Handy Wasserschaden geltend zu machen, der irrt: Ein Smartphone im Klo ist leider kein Garantiefall. Auch herumdrucksen und Ausreden erfinden hilft da nicht: Die meisten Smartphones verfügen über eingebaute Feuchtigkeitssensoren, über die klar festgestellt werden kann, ob das Handy ins Wasser gefallen ist.

Tipp 10: Eine Sache der Versicherung

Gibt es eine Versicherung, die beim Smartphone-Wasserschaden einspringt? Die Hausratversicherung übernimmt den Schaden in der Regel nicht, doch auch die speziell angebotenen Handyversicherungen springen nicht immer ein. Wollt ihr euch gerade für den Fall eines Wasserschadens absichern, solltet ihr einen genauen Blick ins Kleingedruckte werfen. Witterungsbedingte Wasserschäden (etwa durch starken Regen) oder grob fahrlässiges Verhalten können ausgeschlossen werden. Der Nachweis, wie der Schaden genau entstanden ist, ist dann schwierig.

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www.tarifmagnet.de » Tarif-Wiki: Fragen & Antworten (FAQ) + Ratgeber » Handy Wasserschaden

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Konntet ihr euer Handy vor dem Wasserschaden retten? Oder ist das Kind im Brunnen? ;-)

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